Preiskampf auf dem deutschen DSL-Markt

12. August 2007 by dsl-portal.net
 

Es bewegt sich einiges auf dem DSL Markt. Die Preisschlacht der DSL Anbieter animiert immer mehr Internetnutzer dazu, ihren klassischen Telefon- durch einen schnellen DSL Anschluss zu ersetzen. Branchenexperten schätzen, dass sich die Zahl der DSL Nutzer bis Jahresende um etwa 20 Prozent auf 18 Millionen erhöhen wird.

DSL-Preise um knapp 6 Prozent gefallen

Der Preisverfall auf dem deutschen DSL Markt ist schneller geworden. Wie das Statistische Bundesamt kürzlich meldete, war das Surfen mit DSL im Juli fast 6 Prozent preiswerter als noch ein Jahr zuvor. Getrieben wurde der Trend zuletzt vor allem durch die Telekom und den DSL Anbieter 1&1, die ihre DSL Komplettpakete deutlich im Preis reduziert haben. DSL Anbieter wie Alice und Arcor spürten den Preisdruck im letzten Quartal, in dem der Kundenzwachs um die Hälfte abstürzte. Mitte Juli hat die Telekom zudem ein eigenes Billiglabel ins Rennen geschickt: congstar soll als DSL Anbieter vor allem wechselbereite Telekom-Kunden an sich binden und somit beim Marktführer halten.

Konsolidierung der DSL-Branche erwartet

Nicht alle DSL Anbieter können beim harten Preiskampf mithalten. So sind Internetprovider wie AOL und Tiscali hierzulande bereits vom Breitband-Markt verschwunden. Branchenexperten rechnen damit, dass sich weitere DSL Anbieter zurückziehen werden. Der DSL Markt werde sich konsolidieren, spätestens wenn voraussichtlich in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte einen DSL Anschluss besitzen werden. Spekulationen darüber, dass Lycos und Tele2 ihr DSL-Geschäft verkaufen wollen, sind nicht neu. In den Medien wird derzeit jedoch vor allem über den DSL Anbieter Freenet mit seinen rund 1,2 Millionen Breitband-Kunden berichtet, der einen Zusammenschluss mit einem anderen DSL Provider nicht mehr ausschließt. Analysten äußern sich skeptisch: United Internet und Telecom Italia seien an einem Komplettkauf von Freenet nicht interessiert. Und die Betreiber der deutschen Mobilfunknetze seien nicht berechtigt, einen Zwischenhändler von Mobilfunkverträgen aufzukaufen.

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