Kabel Deutschland mit Umsatzplus und hohem Verlust
Der Marktführer der Kabelnetzbetreiber in Deutschland steckt weiterhin in den roten Zahlen. Kabel Deutschland konnte im letzten Geschäftsjahr zwar wachsende Umsätze verzeichnen, verbuchte aber dennoch einen hohen Verlust.
Verlust durch hohe Investitionen
Der Gesamtumsatz erhöhte sich durch neue Produkte wie Kabel Internet und Kabel Phone von im Vorjahr 1,01 Milliarden Euro um 8 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro in 2006/07. Dennoch machte die Kabelfirma netto 99,2 Millionen Euro Verlust, im Vorjahr waren es noch 68,5 Millionen Euro. Grund sind laut Kabel Deutschland Investitionen in Höhe von 281 Millionen Euro für den Netzausbau und für Kundenakquisitionen. Im Vorjahr wurden nur 152 Millionen Euro investiert. Im Geschäft mit den Kabelanschlüssen wuchs der Umsatz um knapp einen Prozentpunkt, obwohl sich die Anzahl der Anschlüsse von 9,6 auf 9,32 Millionen reduzierte.
Internet-Geschäft hat höchste Priorität
Positiv verlief das Geschäftsjahr für die neuen Produkte Kabel Phone und Kabel Internet. Ende März waren bereits 8,6 Millionen Haushalte für den Kabelnetzbetreiber potentiell erreichbar, das entspricht einem Anteil von 56 Prozent. Im September sollen weitere 2 Millionen Haushalte in Niedersachsen dazukommen, wo Kabel Deutschland das Netz derzeit aufrüstet. Die Anzahl der Verträge für Telefon und Internet ist mit 331.000 jedoch noch relativ gering. Die Mehrheit der Kunden nutzt für das Fernsehen einen analogen Kabelanschluss und für das Telefonieren und Surfen einen Festnetzanschluss. Kabel Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein will DSL Nutzern den Wechsel zum Kabel daher mit attraktiven Preisen schmackhaft machen: „Das Geschäft mit Breitbandinternet- und Telefonanschlüssen hat für Kabel Deutschland höchste Priorität.“ Bis März 2009 sollen Telefonie und Internet für 90 Prozent der potentiell erreichbaren Haushalte verfügbar sein.
Rubrik Kabel Deutschland
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