Eigenes VDSL-Netz der Telekom-Wettbewerber?
Die mit der Deutschen Telekom konkurrierenden DSL Anbieter denken darüber nach, wie auch sie die Leistungen des schnellen VDSL Netzes, das der Bonner Konzern derzeit ausbaut, anbieten können. Laut einem Pressebericht erwägen sie, sich gemeinsam ein eigenes VDSL Netz zu verschaffen.
Telekom-Konkurrenten denken über gemeinsamen Netzausbau nach
Da ein einzelner DSL Anbieter die hohen Kosten eines flächendeckenden Netzausbaus nicht schultern kann, erwägen die Provider, eine übergeordnete Netzgesellschaft zu gründen, die die Kapazität des Netzes an alle teilnehmenden DSL Anbieter zu gleichen Teilen verkaufen würde. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Große Netzbetreiber wie Alice, Arcor, QSC und Versatel könnten dabei mitmachen. Eine Alternative wäre, den Bau der Infrastruktur für ein VDSL Netz geografisch aufzuteilen oder aber sich von der Deutschen Telekom vollkommen unabhängig zu machen und die Wohnhäuser der Kunden direkt mit Glasfaserleitungen zu versorgen. Bisher müssen die Wettbewerber der Deutschen Telekom die so genannte „letzte Meile“, den Zugang zum Anschluss des Kunden, von der Deutschen Telekom anmieten.
Breitbandzugänge über VDSL bereits in zehn Städten verfügbar
Der Branchenverband VATM befürwortet eine Kooperation der Telekom mit anderen Providern beim Ausbau des VDSL Netzes. Die DSL Anbieter haben der Deutschen Telekom laut VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner angeboten, über einen gemeinsamen Ausbau zu verhandeln. Die Telekom bietet mittlerweile in zehn deutschen Städten einen VDSL Anschluss an, im nächsten Jahr sollen es 50 Städte sein und der Ausbau soll fortgesetzt werden. Für das VDSL Netz in 50 Städten rechnet die Telekom mit Investitionen in Höhe von rund drei Milliarden Euro.
Rubrik Verschiedenes
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