Der Preiskampf auf dem Breitbandmarkt wird härter
Die Preisschlacht auf dem Markt für schnelle Internetzugänge wird in den nächsten vier Jahren weiter zunehmen. Immer mehr Privatkunden werden sich für einen DSL Anschluss entscheiden. Zu diesem Schluss kommen die Marktforscher des Schweizer Instituts Prognos, über deren Studie das Handelsblatt berichtet.
Ein Drittel der Haushalte nutzt schnelles Internet
Nur jeder dritte deutsche Haushalt habe im letzten Jahr über einen Breitbandanschluss verfügt. Deutschland liege damit in Europa im Mittelfeld. Führend sei Dänemark mit einer Anschlussquote von 63 Prozent. Die Bundesrepublik brauche noch fünf Jahre, um auf dieses Niveau zu kommen.
Kabelnetzbetreiber spielen lediglich eine Nebenrolle
Durch den immer schneller werdenden Preisverfall werde es zu einem Rückgang der Erlöse mit den Breitbandanschlüssen kommen. Zur Zeit versuchen die DSL Anbieter, aber auch die Kabelnetzbetreiber und die Satellitenprovider, mit Triple Play-Paketen, die Telefonie, Internet und Fernsehen bündeln, Wachstum zu erreichen. Prognos rechnet jedoch mit einem Effekt wie bei der Einführung von Mobiltelefonen: Mit der Zunahme der Nutzerzahl fielen auch die Preise. Die Kabelnetzbetreiber werden laut Prognos kaum eine Rolle spielen. Die Telekommunikationsunternehmen seien im Verkauf sowie im Vertrieb sehr stark. In diesen Bereichen hätten die Kabelfirmen einen erheblichen Nachholbedarf. Die interne Effizienz der Unternehmen werde zunehmend bedeutend, um im Preiswettbewerb bestehen zu können.
Rubrik Verschiedenes
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