Arcor DSL: Rekordwachstum von 294 Prozent
In der ersten Hälfte des Fiskaljahres 2005/06 hat Arcor das Wachstum massiv beschleunigt und seinen Umsatz um 21 Prozent gesteigert. Die Erlöse betrugen 914 Mio. Euro gegenüber
755 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. “Unsere Kundenzahl wächst rasant. Diese Entwicklung schlägt sich auch im Ergebnis positiv nieder”, sagte Arcor-Chef Harald Stöber. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von April bis September 2005 um 16 Prozent auf 119 Mio. Euro. Der Marktanteil von Arcor wuchs von 5,9 auf 6,7 Prozent. Zudem hat Arcor in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2005/06 sein Netz vergrößert. Insgesamt wurden 94 Mio. Euro investiert, das entspricht rund einem Zehntel des Umsatzes. In mehr als 300 Städten und Gemeinden offeriert Arcor inzwischen eigene Sprach- und DSL-Anschlüsse. Bei den Telefonanschlüssen hat Arcor kräftig zugelegt. Die Zahl der über Arcor-ISDN telefonierenden Kunden erhöhte sich von 476.000 Ende September 2004 innerhalb eines Jahres um 136 Prozent auf 1,1 Mio Ende September 2005.
Sensationelle 294 Prozent Wachstum erreichte Arcor im Geschäftshalbjahr mit Arcor-DSL. Arcor hat inzwischen über 931.000 DSL-Kunden. Rund 863.000 von ihnen sind über das Arcor-Netz online, 68.000 nutzten das DSL-Resale-Angebot von Arcor. “Im Breitbandmarkt gehört Arcor zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen”, erklärte Arcor-Chef Harald Stöber.
Für “ordnungspolitisch untragbar” hält er den von der schwarz-roten Bundesregierung beabsichtigten Verzicht auf die Regulierung des Glasfasernetzaufbaus. Ein Verzicht behindere die künftige Entwicklung des Wettbewerbs im DSL-Markt. Sonderregeln für das DSL-Netz, das die Telekom in den 50 größten Städten Deutschlands plane, seien nicht akzeptabel. Stöber begrüßte deshalb das Prüfverfahren zur Regulierungspraxis im deutschen DSL-Markt, das die EU-Kommission eingeleitet hat. “Der Internetstandort Deutschland profitiert von flächendeckenden Breitbandangeboten und von Wettbewerb – nicht von einem neuen Monopol in den Großstädten”, erklärte der Arcor-Chef.
Rubrik Arcor
Lesen Sie dazu auch: