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Die freenet.de AG hat im Jahr 2003 das Festnetz-Geschäft von der mobilcom AG, die 52 Prozent der Anteile an freenet hält, erworben. Damit hat sich freenet von einem reinen Internet-Dienstleister zu einem modernen Telekommunikations-Unternehmen und DSL Anbieter weiterentwickelt. Durch seine konsequent kundenorientierte Preispolitik gehört freenet DSL im harten Konkurrenzkampf der DSL Anbieter zu den Gewinnern. In einem aktuellen DSL Anbieter Test der Fachzeischrift 'PC Praxis' belegt freenet DSL Platz 1.

Die Aktivitäten von freenet.de unterteilen sich in die vier Sparten Internetzugang, Telefonie, Portal-Geschäft und B2B-Dienste. Alleine mit den Internetzugängen machte freenet 230 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2003. Weitere 100 Mio. Euro hat freenet mit der Telefonie erwirtschaftet. Portale und B2B brachten freenet weitere 35 Mio. Euro. Alles in allem machte freenet 365,5 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2003. Das sind satte 766 Prozent mehr als im Jahr 2002. In 2004 machte freenet bereits 471,5 Mio. Euro Umsatz.

Die Sparte Internetzugang umfasst die Online-Dienste von freenet. Dazu gehört der Zugang über Schmalband für Kunden mit Modem bzw. ISDN-Anschluss und seit März 2003 der Zugang über Breitband. Im Jahr 2004 hatte freenet fast 3,5 Millionen Schmalband-Kunden. Zugleich erhöhte sich die Anzahl der DSL nutzenden Kunden von rund 80.000 auf mehr als 350.000. Seit 2004 ist freenet mit dem Service freenet iPhone Anbieter von Internet-Telefonie (Voice over IP). freenet hat angekündigt, VoIP zur Kommunikations-Technologie des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Nach dem Erwerb des Festnetz-Geschäftes von der Mutter-Gesellschaft am 1. April 2003 mobilcom hat sich der Umsatz von freenet in der Sparte Internetzugang von 17,6 Millionen auf 231,1 Millionen Euro erhöht. Seitdem schlagen sich die Online-Minuten der Kunden nämlich voll in der Bilanz von freenet nieder. Zuvor bekam freenet dafür nur eine Provision von mobilcom. In 2004 stiegen die Umsätze im Zugangsgeschäft um 22% auf 282,73 Millionen Euro.

Die Sparte Portal ist das klassische Kerngeschäft von freenet. Über die Domain freenet.de vermarktet freenet in großem Umfang Content und Funktionen. Gratis bietet freenet neben Informations- und Nachrichtenseiten für diverse Zielgruppen und Interessen (Wirtschaft, Gesellschaft, Sport und Entertainment) die freenet Community an. Zu den Bezahl-Diensten gehört unter anderem das E-Mail Office und die Singles Community. Seit der Übernahme der Strato AG tritt freenet auch als Domain-Hoster auf. Zwar gewinnen die kostenpflichtigen Inhalte zunehmend an Bedeutung, dennoch ist der kostenlose Content für freenet die Basis für hohe Werbeeinahmen und lukrative Kooperationen mit Partnern wie der fluxx.com AG. Die Shopping Mall, das Online-Reisebüro und der Ticket-Shop leben ebenfalls von der hohen Anzahl der Internet-User, die an den Gratis-Inhalten auf freenet.de interessiert sind. Im Herbst 2004 erwarb freenet das Recht, die Spiele der UEFA-Champions League in der Saison 2004/2005 online live zu übertragen. Ende 2004 hatte freenet 6,92 Millionen registrierte Nutzer.

Die Sparte Telefonie entstand durch den Kauf des Festnetz-Geschäftes von moblicom - inklusive Mitarbeiter, Kundenstamm und technischer Infrastruktur. Privatkunden bietet freenet sowohl Preselection als auch Call by Call an.

Die Sparte B2B-Services ist noch vergleichsweise irrelevant. freenet bietet in diesem Bereich Server-Housing und -Hosting, Vernetzung einer überschaubaren Zahl dezentraler Standorte und webbasierte Telekommunikationslösungen für Freiberufler und mittelständische Unternehmen an. Anfang 2005 erwarb freenet die auf das Mehrwert-Dienste-Geschäft spezialisierte Talkline ID.